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Bauherr

Stadt Biberach a.d. Riß

Architekten am Weberberg

Humm - Zalenga Part GmbB

Projektarchitekten

Inge Zalenga
Leopold Humm
Kristina Velic

Jugendhaus Biberach

Erläuterungsbericht

Städtebau

Das langgestreckte,1-geschoßige Gebäude bildet eine Raumkante entlang der Breslauerstraße und fasst somit den vorhandenen Straßenraum.
Im Bereich der Kurve setzt ein 3-geschoßiger, turmartiger Aufbau ein klares, städtebauliches Zeichen mit Signalwirkung bis zur Adenauerallee, sowie fürdie Fahrgäste der vorbeifahrenden Züge.
Hinter dem Gebäude entstehen geschützte, nicht einsehbare Freiflächen für die verschiedensten Aktivitäten. Eine Mauer entlang der Bahnlinie schafft Schutz und großzügige Flächen für künstlerische Gestaltung.
Die Parkplätze und Zufahrt befinden sich auf der rückwärtigen Seite des Gebäudes.

Gestaltung

· Das Hauptmotiv des Entwurfes war die Erarbeitung eines Gebäudes, das unverwechselbar als Jugendhaus in Erscheinung tritt. Dabei entstand die Idee der gebauten Silhouette.
· Die expressive Gebäudeform steht für Bewegung, Aktivität und Energie.
· Zur Breslauerstraße und den Bahngleisen hin zeigen sich überwiegend geschlossene Fassaden, in Nord-Südrichtung,an den Schmalseiten ist das Gebäude nahezu verglast.

Funktionalität u. Innneraumgestaltung

· Großzügiger, überdeckter Eingangsbereich, in dem auch die Fahrräder abgestellt werden können.
· Zentrales Foyer mit Anbindung des 2-geschoßigen Cafes und dem Multifunktionsraum im EG.
· Der Multifunktionsraum ist teilbar in 3 Räume und ausgestattet mit Spiegelwand und Schnitzelgrube.
· Die Schnitzelgrube ist abdeckbar mit einer mobilen Bühne.
· Die Arbeitsräume in den Obergeschoßen sind halbgeschoßig versetzt und werden durch eine offene, großzügige Treppenanlage mit Galerien erschlossen.
· Durch die versetzte Anordnung ergeben sich spannende Blickbeziehungen quer durch alle Geschosse. Auf den Galerien gibt es, wie im Cafe, zusätzliche „Raumkisten" für den Rückzug.
· Die beiden Cafe-Etagen verbinden sich über einen zentralen Luftraum, in dem die Bar steht.
· Das Cafe ist mit runden Gruppensitzmöbeln und einem Ofen ausgestattet.
· Auf der zweiten Cafe-Etage befinden sich „Raumkisten" für den Rückzug sowie der Billardtisch. Von hieraus kommt man auch auf die ruhige Dachterrasse.
· Es besteht die Möglichkeit, bei entsprechenden Veranstaltungen das gesamte Erdgeschoß, also Multifunktionsraum+ Foyer + Cafe über beide Etagen und den Außenraum zusammen zu nutzen. Die DJ-Box bildet hierbei den Mittelpunkt. (siehe Grundrißvariante 2)
· Großzügige Freiflächen auf dem Gebäude erweitern die Nutzungsmöglichkeiten im Freien in Form von 2 Dachterrassen.
Im Süden, dem Cafe zugeordnet, befindet sich die sichtgeschützte, ruhige Chill-Terrasse, im Norden die bespielbare, große Aktiv-Terrasse für Sommer u. Winterbetrieb (Eislaufen) .
Die Terrassen stehen umlaufend miteinanderin Verbindung und von beiden Dachterrassen kommt man über eine Außentreppe auch in den Garten. Große Markisen spenden zusätzlich Sonnenschutz.
· Die Werkstatt wurde in einem separaten Gebäude im Hof angeordnet, mit viel Licht und einem eigenen Werkhoffür eine bedarfsgerechte Nutzung.

Konstruktion

Wirtschaftlichkeit u. Nachhaltigkeit
Wirtschaftlichkeit bei den Baukosten und bei den Folgekosten durch:
· Gebäudestellung mit Nord-Südausrichtung
· Geringe Verkehrsfläche
· Erschließung mit halbgeschoßigen Versätzen durch ein offenes Treppenhaus und außenliegender Fluchttreppe.
· Tragsystem Massiv- Aussenwände mit Mineralfaserdämmung und Eternitverkleidung
· Stahlbetondecken als wirtschaftliche 3-Feld-Träger
· Fensterlüftung ohne Klimaanlage
· Aussenliegender Sonnenschutz
· Dauerhafte Fassadenkonstruktion mit reduziertem Wartungsaufwand.
· Die Kompaktheit des Gebäudes mit einem geringen Transmissionswärmebedarf und der optimierte Fensterflächenanteilführen zu niedrigen Betriebsfolgekosten für Beheizung und Kühlung.

Energiekonzeption

Die Grundlast der Heizung wird über Betonkernaktivierung in den Decken gefahren, die Spitzenabdeckung erfolgt über Radiatoren.
Die Energieversorgung kann durch eine Wärmepumpe mit Gasmotor erfolgen über bzw. Fernwärme, falls möglich.
Der Gasmotor erzeugt Strom und Wärme. Die Abwärme geht dabei nicht verloren, sondern wird ebenfalls zum Heizen verwendet. Der Wärmepumpen-Prozess kannauch umgekehrt werden, wodurch aus der gleichen Maschine eine Kältemaschine wird, die im Sommer zum Kühlen des Gebäudes eingesetzt werden kann. Über die Betonkernaktivierung kann so das Gebäude im Sommer gekühlt werden.

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Leopold Humm, Inge Zalenga
Freie Architekten
Weberberggasse 19
88400 Biberach

fon 07351-302112
fax 07351-302115

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